EBV für den Dau

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Anleitung: Elektronische Bildverarbeitung (EBV) für den Anfänger oder DAU

1.Prüfe ob das Bild überbelichtet ist!
Kennzeichen: Das Bild ist total hell und du kannst fast nichts erkennen.
Hier gibt es zwei Möglichkeiten:
a) scheint vielleicht die Sonne auf deinen Monitor und blendet dich? Lösung: Schließe den Rollanden, wenn du bei Sonnenschein am Computer sitzt, brauchst du auch kein Tageslicht. Glückwunsch, du hast ein Problem sehr schnell gelöst und bist fast schon EBV-Profi!
b) Das Bild ist wirklich viel zu hell, du hast eine zu lange Belichtungszeit gewählt! Lösung: keine Panik, das Problem ist auch sehr leicht zu beheben: Helle das Bild noch weiter auf, so dass nun so gut wie gar keine Strukturen zu erkennen sind! Das Bild ist nun ein sog. High-Key Foto und hat großen künstlerischen Wert. Glückwunsch, du bist nicht nur Fotograf, sondern auch Künstler. In Foren kannst du dich nun herablassend über andere Bilder äußern, du bist der Profi!
Hinweis: Vorsicht bei Wolken, diese überstrahlen schnell. Merke, Wolken sind die natürlichen Feinde des Fotografen, fotografiere nur bei strahlend blauem Himmel. Dieser Tipp gilt natürlich nur wenn du mal kein künstlerisches High-Key-Bild erstellen möchtest.

2.Prüfe ob das Bild unterbelichtet ist!
Kennzeichen: Das Bild ist total dunkel und du kannst fast nichts erkennen.
Auch hier gibt es wieder zwei Möglichkeiten:
a) Du siehst rein gar nichts! Ist der Monitor auf Standby gesprungen (Stromsparmodus) oder ist vielleicht der schwarze Bildschirmschoner angegangen? Bewege einfach mal die Maus oder drücke eine Taste, wenn es heller wird, hast du das Problem auf professionelle Art und Weise gelöst. Glückwunsch, du bist nicht nur ein toller Fotograf sondern auch technisch sehr geschickt und löst Probleme intuitiv.
b) Das Bild ist leider wirklich viel zu dunkel: Macht auch nichts, das Zauberwort ist hier: Helligkeit erhöhen; drehe den Helligkeitsregler voll auf und wiederhole diesen Vorgang (ggf. auch mehrere Male!). Profis können zusätzlich (!) auch noch die Tiefen (=dunkle Teile des Bildes) aufhellen. Die meisten guten Programm können dies. Mach dir um entstehende Ränder keine Sorgen, nach weiterer Bearbeitung (siehe Punkt 5) sehen diese sehr gut aus und zeigen zudem, dass du EBV-Fachmann bist.

3.Bild verkleinern.
Warum man ein Bild zur Ansicht auf dem Computer verkleinern sollte ist einleuchtend. Bei großen Bildern fallen unschöne Elemente sofort ins Auge, kleine Bilder wirken zudem geheimnisvoll. Für die Anzeige in Foren hat sich eine Größe von etwa 450 mal 300 Pixel (+/- 50 Pixel) als optimal bewährt. Hinweis: Das Bild wirkt übrigens imposanter und besser wenn es von einem dicken Rahmen eingefasst ist. Schließlich knipsen wir nicht einfach Fotos, nein, wir erstellen Kunstwerke! Dies sollte auch in der Bildbeschreibung deutlich werden.
Merke: Die Bildbeschreibung ist in der Regel wichtiger als das Bild! Begriffe wie: „das ist so gewollt“ und „Kunst“ sollten in keiner Beschreibung fehlen. Man darf sich da auch gerne wiederholen. Auch der letzte Ignorant künstlerischer Fotografien kann so überzeugt werden.

4.Bild schärfen.
Nach dem verkleinern wird jedes Bild unscharf. Dies zu wissen ist enorm wichtig, denn man braucht bei der Aufnahme nicht auf das „Verwackeln“ zu achten; das Bild wird in der richtigen (verkleinerten) Größe sowieso nicht mehr scharf sein. Deshalb wird ein guter Fotograf nicht auf die Belichtungszeit achten. Hobbyknipser die mit Stativ herumlaufen wollen sich nur wichtig machen oder angeben und haben von EBV und Fotografie keine Ahnung. Wie schärfe ich richtig? Viele Hobbyknipser machen hier den Fehler und schärfen zu wenig. Ein Bild ist erst scharf, wenn Schärfungsränder deutlich zu sehen sind. Die sind zwar (zugegebenermaßen) unschön, können aber sehr leicht wieder entfernt werden. Deshalb kann die Schärfungsfunktion der EBV-Software mehrfach hemmungslos genutzt bzw. ausgeführt werden.
Hinweis: Höre erst mit dem Nachschärfen (so nennt man das Schärfen von verkleinerten Bildern) auf, wenn die hellen oder dunkel Ränder an Kanten oder Konturen deutlich sichtbar sind. Dein Bild ist nun wirklich gestochen scharf.
Wie entferne ich nun aber diese Schärfungsränder wieder? Ganz einfach: Mit dem Weichzeichnerpinsel (Weichzeichnerwerkzeug). Mit diesem selektiven Weichmacher solange über diese feinen Ränder fahren, bis sie verschwunden sind. Die Flächen bleiben dadurch 100% scharf und an den Kanten entsteht ein nicht so harter, harmonisch sanfter übergang. Dies macht Eindruck und wirkt extrem künstlerisch und gekonnt. Nur ein Anfänger wird darüber kritisch schreiben, aber darüber sollte ein Profifotograf stehen.
Achtung: In Fotoforen wird es immer vereinzelt Leute geben, die künstlerisch wertvolle Arbeiten kritisieren. Meist geschieht dies aus Neid und völligem Unwissen. In solchen Fällen hilft immer der „Ignore-Button“. über Ihre Arbeiten meckern, ist nicht ratsam, ein Profi steht über solchen Dingen. Legitim ist jedoch dem unqualifiziert schreibenden Kritiker sein unschönes Verhalten vorzuwerfen. Dabei kann man ihn ruhig etwas heftiger angehen, oder vielleicht sogar beschimpfen, denn nur so lernt er dann schnell, dass seine Verhaltensweise nicht richtig war.
Merke: Ein Fotoprofi - wie du - hat in Foren auch eine pädagogische Funktion.

5.Farbsättigung erhöhen!
Führe diesen Schritt auf jeden Fall aus, erst mit schönen, sehr kräftigen Farben wirkt dein Bild (oder besser: Kunstwerk) lebendig. Außerdem sieht dein Foto nach dem Schärfungsvorgang etwas matschig aus. Durch mehr Farbe und den weichen übergängen entsteht eine fantastische Stimmung im Bild.
In jedem Bildbearbeitungsprogramm gibt es die Möglichkeit die sog. Farbsättigung zu erhöhen. Flaue Farben werden dadurch kräftig. Das Bild gewinnt an Brillanz. Hier gilt grundsätzlich: Viel hilft viel! Trotzdem sollte man es nicht übertreiben. Es reicht den Farbsättigungs-Schieber einmal (!) voll aufzudrehen, dieser Vorgang sollte nicht wiederholt werden.
War dein Bild anfangs zu hell, dann hast du nun ein schon beeindruckendes, farbenfrohes Kunstwerk mit dem du in Foren Kommentare wie: „wow“, „Klasse Bild“, oder gar „wunderschönes Motiv“ erhalten wirst. Sei stolz, du hast es dir verdient!
Hinweis: Hatte dein Bild dunkle Säume nach dem Aufhellen, so leuchten diese nun richtig schön und farbig. Vincent van Gogh hätte es nicht besser malen können. Tipp: Verändere nun den Farbton; die Farben „verschieben“ sich dabei und aus z.B. einem blauen Himmel wird ein roter, aus grünen Blättern violette. Dieser Vorgang ändert die Stimmung im Bild und sieht interessant aus. Spätestens hier ist aus deinem ursprünglich zu dunklen Foto ein Kunstwerk geworden um das dich viele beneiden werden.

6.Bild entrauschen. Meist ist dies nicht notwendig. Nur Erbsenzähler stört ein natürliches „Kriseln“ im Bild. Außerdem entsteht eine Art Rauschen auch wieder wenn das Bild als JPG-Datei gespeichert wird. Sollte dein Bild wirklich sehr stark rauschen, prüfe zuerst ob dein Monitor nicht voller Staub ist. Gerade Anfänger interpretieren dies oft als schlechte Qualität. Merke: an den verschmutzten Monitoren der anderen User kannst du nichts ändern. Ignoriere deshalb das Rauschen und Bemerkungen die sich damit befassen. Wenn du unbedingt möchtest, kann die Funktion „Durchschnitt berechnen“ (oder ähnlich) deiner Bildbearbeitungssoftware verwendet werden. Damit wird jegliches Rauschen entfernt.

7.Bearbeitetes Bild speichern.
Speichere am besten unter dem original Namen. Du kommst sonst mit doppelten Bildern durcheinander. Die großen original Dateien verbrauchen zudem sehr viel Speicherplatz. Das muss nicht sein!
Hinweis: natürlich könnte man nun noch weitere Veränderungen mit Hilfe der EBV vornehmen, aber sei dir darüber im klaren: zu viel EBV verfälscht den natürlichen Charakter (!) des Bildes. Besonders bei Natur- und Landschaftsaufnahmen ist übertriebene Bearbeitung nicht ratsam bzw. erwünscht. Die Schritte 1 bis 5 reichen völlig aus. Legitim ist lediglich das Wiederholen der Schritte, z.B. in umgekehrter Reihenfolge. Dafür benötigt man nur ein wenig Fingerspitzengefühl.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 11. März 2010 um 13:52 Uhr  

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